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Umweltkompetenzen in der Berufsbildung verankern

Die Berufsleute von morgen müssen die Kompetenzen aufweisen, um Energie und Ressourcen in ihrem Berufsalltag zu schonen. Das Institut WERZ wirkt deshalb im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und des Bundesamtes für Energie (BFE) bei der Entwicklung und Revision von Berufsbildern mit.

Ausgangslage

Nachhaltigkeit ist ein Megatrend und in der Teppichetage von ziemlich jedem Unternehmen angekommen. Aber damit ein Unternehmen Energie und Ressourcen wirklich nachhaltig und sparsam einsetzt, sind alle Mitarbeitenden gefordert. Handwerker müssen neue Technologien installieren und in Betrieb nehmen. Produktionsmitarbeiter setzen Betriebsmittel effizient ein. Und Zeichner und Konstrukteure berücksichtigen bei ihrer Planung die Umweltwirkung von Materialien und die Energieeffizienz der Produkte.

 

Damit das aber gelingt, muss den Berufsleuten einerseits bewusst sein, wie ihr Handeln mit dem nachhaltigen Einsatz von Energie und Ressourcen zusammenhängt. Und andererseits müssen Sie sich spezielle Kompetenzen, oder Fähigkeiten, aneignen. Das ist natürlich ein hohes Ziel. Aber dieses Ziel ist so im Bundesgesetz über die Berufsbildung verankert.

Vorgehen

Damit diese Kompetenzen bereits in der Berufsbildung vermittelt werden, nimmt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Energie (BFE) bei Revisionen und Neuentwicklungen der Berufsbilder Stellung. Das Institut WERZ erarbeitet im Auftrag der beiden Bundesämter diese Inputs, welche dann in die Bildungspläne und Qualifikationsprofile aufgenommen werden können.

 

Ziel ist dabei, dass die Ausbildungen an die technischen und ökologischen Entwicklungen angepasst werden. Heizungsinstallateure sollten beispielsweise Anlagen mit Lastmanagement-Funktion in Betrieb nehmen können – eine Technologie, die vor ein paar Jahren noch nicht nachgefragt war, aber durch die Entwicklungen im Bereich smart home in Zukunft wichtig sein wird. Dentalassistentinnen sollen Kunden beraten können, welche auf die Mikroplastik-Problematik sensibilisiert sind und entsprechende Wünsche formulieren. Und Restaurationsangestellt sollen selbst Massnahmen vorschlagen, um den Food waste in ihrem Betrieb zu verringern. Solche Kompetenzen müssen in den Bildungsplänen der Berufsbildung festgehalten werden, damit sie allen Lernenden vermittelt werden.

In der beruflichen Grundbildung ist dieser Einbezug von BAFU und BFE in den Revisions- und Neuentwicklungsprozessen so vorgesehen. In der höheren Berufsbildung, also bei den Berufsprüfungen (BP), den höheren Fachprüfungen (HFP) und den höheren Fachschulen (HF) ist diese Mitwirkung nicht Standard. Dennoch werden BAFU und BFE auch hier regelmässig eingeladen, Inputs zu geben.  

 

Resultate

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat das Institut WERZ bereits für 23 verschiedenen Berufsbilder Inputs erarbeitet. Ab der zweiten Jahreshälfte startet das WERZ noch weitere Projekte, damit Kompetenzen zum nachhaltigen Umgang mit Energie und Ressourcen in der Berufsbildung besser vermittelt werden. Unter anderem konzipiert das Institut Weiterbildungen, um die Lehrpersonen, Prüfungsexperten und die Berufsbildner in den Betrieben für  die Vermittlung dieser Kompetenzen fit zu machen. Zudem zeigt das Institut auf, wie  die Kompetenzen in den Qualifikationsverfahren besser geprüft werden können. Die Zusammenarbeit zwischen WERZ und BAFU/BFE dauert dabei mindestens bis Ende 2021.

 

Klar ist, Umweltkompetenzen werden in Zukunft in allen Berufen gefordert. Wer sie heute im Rahmen seiner Berufsbildung aneignet, hat morgen Vorteile. Denn der Markttrend hin zu mehr Nachhaltigkeit zieht sich durch nahezu alle Branchen und Berufsfelder und die Unterscheidung zwischen «grünen» und «nicht grünen» Arbeitsplätzen schwindet zusehend.

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    Partner

    Bundesamt für Umwelt (BAFU)

    Bundesamt für Energie (BFE)

     

     

    Testimonial

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    Dauer

    2018 - 2021

    Projektteam

    Christian Wirz, Projektleiter

    Paola De Coppi, Stellvertretende Projektleiterin

    Jeremy Schälchli, Projektmitarbeiter

    Eva Keller, Projektmitarbeiterin